Berichte/News



„Rund um die Feuerwehr“
Ferienprogramm der Freiwilligen Feuerwehr Erlbach

Im Rahmen des Ferienprogramms luden wir, die Freiwillige Feuerwehr Erlbach am 14.8.2020 interessierte Kinder ab 8 Jahren ans Feuerwehrhaus in Ellbrunn ein, um diesen die Aufgaben, Ausrüstung und Tätigkeiten der Feuerwehr sowohl theoretisch zu erklären als auch praktisch zu zeigen.  Zu Beginn staunten die 12 Teilnehmer und Teilnehmerinnen als Kommandant Michael Rothenaicher diese in der leeren Fahrzeughalle empfing, da aufgrund eines, kurz vor Beginn des Programms erfolgten, Alarms beide Einsatzfahrzeuge der Wehr ausgerückt waren. Aufgrund dieses Umstandes begann das Ferienprogramm mit einer kurzen Einführung zum Thema Feuerwehr, welche neben den Aufgaben der Feuerwehr ( „Retten, Bergen, Löschen“) auch die persönliche Schutzausrüstung der Einsatzkräfte sowie die Ausstattung der Einsatzfahrzeuge zum Thema hatte. Nachdem kurze Zeit später der parallel stattfindende Einsatz beendet war und die Einsatzfahrzeuge wieder am Gerätehaus eintrafen, konnten die Kinder, die Fahrzeuge nun auch selbst erkunden und Fragen zu den einzelnen Gerätschaften stellen. Nach einer kurzen Erklärung des neuen HLF-10 durch Gerätewart Martin Hinterwinkler, gab es mit beiden Fahrzeugen eine Rundfahrt durch das Einsatzgebiet der Feuerwehr, welche mit einem Eis abgerundet wurde. Abschließend durften die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Einsatzübung zur Rettung einer eingeklemmten Person beobachten und konnten währenddessen und im Anschluss weitere Fragen stellen, sowie ihr Können mit den Gerätschaften der Feuerwehr bei kleinen Geschicklichkeits- und Zielübungen zeigen.  


Am 04.08.2020 wurden wir um 10:54 Uhr mit dem Kontingent „Hochwasser“ zur Unterstützung nach Ainring alarmiert! Aus dem ganzen Landkreis Altötting trafen sich gegen 12 Uhr 127 Feuerwehrleute aus dem Landkreis im Altöttinger Feuerwehrhaus. Mit 21 Fahrzeugen, eingeteilt in vier Löschzüge, ging es nach einer kurzen Einweisung im Konvoi in die Gemeinde Ainring, Teisendorf und nach Freilassing. Vor Ort wurden wir durch die Einsatzleitung zuerst nach Teisendorf geschickt, hier galt es ein Kellergeschoss eines Wohnhauses von den eintretenden Wassermassen zu befreien. Nach ca. zwei Stunden hatten wir das Wasser unter Kontrolle gebracht und konnten den Einsatz erfolgreich beenden.

Nach einer kurzen Verpflegung am Feuerwehrhaus Ainring ging es für uns weiter ins Einsatzgebiet nach Freilassing. Ein Damm der zu brechen drohte, musste dringend entlastet werden. Das Gewässer das hier die Gebäude gefährdete ist bei normalem Pegelstand jedoch nicht mal ein Rinnsaal laut einigen Anwohnern.  Durch die heftigen Regenfälle war es jedoch zu einem reißenden Bach von ca. 4-5 Meter Breite und geschätzt 3 Meter Tiefe angeschwollen. Zusammen mit den Feuerwehren aus Töging, Tüssling und Raitenhaslach brachten wir die Hochwasserpumpe der FF Töging in Stellung und begannen mit dem Aufbau der notwendigen Leitungen. Nach ca. 2 Stunden vor Ort erhielten wir dann den Befehl zum Rückmarsch, da auch bereits sinkende Pegelstände verzeichnet werden konnten und auch die Wetterprognose mit einem Abzug der Regenwolken gute Nachrichten verhieß.
Das Feuerwehrhaus Erlbach konnte gegen 22 Uhr erreicht werden.


Jugendfeuerwehr Erlbach übt mit „Hund-Mensch-Team“ der Kumpelschule Winhöring
 
Nach langer Übungspause gab es für die Nachwuchskräfte der freiwilligen Feuerwehr Erlbach bei der Übung am 21.07.2020  besondere Unterstützung. Das „Team auf Spur“ aus Winhöring arbeitete im Zuge einer Gemeinschaftsübung mit den Jugendfeuerwehrlern zusammen, um 9 „vermisste“ Personen in einem Waldstück zu finden. Dabei wurden jeweils Suchtrupps bestehend aus einem Suchhund mit Hundeführer, einem Jugendfeuerwehrler, sowie einem erfahreneren Mitglied der FFW gebildet. Unter Berücksichtigung der entsprechenden Hygienebedingungen machten sich die neun Suchtrupps jeweils zeitgleich auf die Suche nach der ihnen zugeteilten Person, deren Fährte die Hunde mithilfe von Geruchsproben aufnehmen konnten und entsprechend nachverfolgten. Dabei befanden sich die gesuchten Personen allesamt in einem Bereich von ca. 19000 qm, wodurch die Hunde sowohl zwischen den Spuren der einzelnen Gesuchten unterscheiden als auch zum Teil beträchtliche Distanzen zurücklegen mussten. Die Organisation der Suche übernahm dabei eine eingerichtete Übungsleitstelle, welche dabei in stetigem Funkkontakt mit den Suchtrupps stand. Mit dem Auffinden der Personen durch die vierbeinigen Helfer, was je nach Distanz und Lage der Person 10-30 Minuten dauerte, war die Aufgabe für die jungen Feuerwehrler jedoch noch nicht abgeschlossen. Nach Rücksprache mit der Übungsleitstelle beschrieben sie den Fundort der Person sowie notwendige Erste-Hilfe-Maßnahmen und brachten die „Vermissten“ anschließend sicher aus dem Wald. Im Fokus der Übung standen somit, neben der Personensuche im Allgemeinen, ebenso die sichere Handhabung des Funkgerätes sowie das Leisten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Ebenso probten die Nachwuchskräfte die reibungslose Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und konnten dabei zeitgleich die entsprechenden Abläufe einer solch besonderen Einsatzlage erlernen, welche sich beispielsweise bei der Suche nach vermissten, oder verwirrten Personen ergeben kann.
Abschließend bedankte sich Kommandant Michael Rothenaicher bei allen Beteiligten, welche diese besondere Übung möglich gemacht hatten und lobte den Einsatz und das Engagement der Jugendfeuerwehrler.


Überrascht zeigte sich Bürgermeisterin Monika Meyer, als die Vorstände und Kommandanten der beiden Feuerwehren Endlkirchen und Erlbach ihrer neuen Dienstherrin einen Antrittsbesuch abstatteten. Dabei brachten sie zum Ausdruck, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretern sei.
Kommandant Markus Freibuchner und Vorstand Johann Schwertfellner für die Endlkirchener Wehr, sowie Michael Rothenaicher und Sebastian Strasser als Kommandant und Vorstand der Erlbacher Kollegen überreichten Monika Meyer nebst einen Blumenstrauß auch eine Sicherheitsweste mit der Aufschrift „Bürgermeisterin Erlbach“. Diese, so Michael Rothenaicher, solle nur eine symbolische Geste sein, denn es folge noch eine Feuerwehr-Einsatzjacke mit dem entsprechenden Aufdruck. Damit solle sie als Gemeindeoberhaupt bei Einsätzen auch erkennbar sein.

Bürgermeisterin Monika Meyer versicherte, es sei ihr eine große Ehre den beiden Feuerwehren vorstehen zu dürfen, sie wolle ein gutes Gespür entwickeln und bei Problemfällen „einfach da sein und helfen, diese zu lösen“. Sie sei sehr interessiert an technischen Dingen, deshalb frage sie sehr viel und lässt sich viel erklären.
Große Anerkennung sprach die Bürgermeisterin den Wehrmännern für ihre Arbeit aus, dabei würdigte sie auch die hervorragende Jugendarbeit. „Damit werden die Kinder und Jugendlichen mit der Heimat verwurzelt“, so Monika Meyer.
Die neue Aufgabe als Bürgermeisterin wolle sie mit Respekt angehen, diese Arbeit kann man erlernen. Angst habe sie jedoch bei plötzlichen, unvorhersehbaren Unfällen, Schadens- und Problemfällen. Hierbei wolle sie versuchen, stets präsent zu sein und gute Entscheidungen zu treffen und passende Worte zu finden. Abschließend dankte Bürgermeisterin Monika Meyer den Vertretern der beiden Feuerwehren und versprach, nach Möglichkeit stets ein offenes Ohr für die Floriansjünger zu haben.